Sanierungsprojekte auf dem Gelände der

BASF Schwarzheide

 

 

2002 – 2003 Bodensanierung und Tiefenenttrümmerung MDI – Anlage

 

Im Produktionsbereich einer um 1970 errichteten Chemieanlage zur Polyurethan- Herstellung kam es in den 70er und 80er Jahren zur Kontamination des Bodens mit Schadstoffeintrag in das Grundwasser.

Wesentliche Schadstoffe waren 4,4’ Diaminodiphenylmethane (MDA), Monochlorbenzen (MCB) und Aminobenzen (Anilin). Um einen weiteren Schadstoffeintrag durch Grundwasserschwankungen zu vermeiden, wurden im Rahmen einer Quellensanierung der kontaminierte Boden in der ungesättigten Bodenzone ausgetauscht und die Oberflächenversiegelung und die Tiefenbebauung abgebrochen.

In der Vorbereitungsphase wurden durch die BGI – Ingenieurgesellschaft mbH eine abschließende Gefährdungsabschätzung, die Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie ein Sanierungsversuch und die Ausschreibung durchgeführt.

In der Realisierungsphase übernahm die BGI die fachtechnische Begleitung, die Koordination nach BGR 128 sowie Elemente der Bauoberleitung.

Insgesamt wurden ca. 11.000 t Boden und ca. 7.000 t Beton entsorgt.

 

 

2004 Bodenaustausch ehemaliger Kohlelagerplatz

 

Im ehemaligen Synthesewerk Schwarzheide (heute BASF Schwarzheide) wurden zwischen den 50er und 70er Jahren ungedichtete Absetzbecken mit Kohleschlämmen und anderen Produktionsrückständen beschickt.

Nach 1970 erfolgte eine Abdeckung der Becken mit mineralischen Abfällen und eine Nutzung des Areals als Kohlelagerplatz.

 

Aus der mittels Erkundung nachgewiesenen Gefahr für das Grundwasser, ergab sich die Notwendigkeit zur Sanierung des Areals. Als Sanierungsvariante wurde der vollständige Rückbau der Altablagerung gewählt.

 

Die Sanierungsmaßnahme wurde zwischen März und Oktober 2004 ausgeführt. Im Rahmen der Maßnahme war die BGI – Ingenieurgesellschaft mbH für das Abfallmanagement zuständig. Deren Baustellenverantwortlicher wurde von der BASF für diese Maßnahme förmlich zum Abfallbeauftragten bestellt.

 

Von der örtlichen Bauüberwachung wurde das gesiebte, in Mieten abgelegte Material mit den Analysenergebnissen an das Abfallmanagement übergeben. Vom Abfallmanagement wurden die Entsorgungswege festgelegt und die Logistik mit dem Auftragnehmer Bau und den Entsorgungsbetrieben abgestimmt sowie die erforderlichen Dokumente erstellt.

 

Im Rahmen der Entsorgung wurden die Abfälle zu sechs verschiedenen Entsorgungseinrichtungen verbracht. Dabei wurden insgesamt ca. 284.000 t Material entsorgt! Die höchste Tagesleistung lag dabei mit etwa 150 LKW- Ladungen bei ca. 4.500 t.

 

 

Auftraggeber:

 

Projektteam:

BASF Schwarzheide GmbH

 

Dipl.-Ing. H. Gnauert

Dipl.- Geoökol. R. Oefler

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